Ich hab dann mal Hunger: Shiori

Manchmal sind Erinnerungen mehr wert als jeder Gegenstand. Deshalb haben mein Freund und ich dieses Jahr beschlossen statt mit Geschenken, verwöhnen wir uns mit einem richtig tollen Restaurantbesuch. Kein “Ach, das ist doch eigentlich zu teuer” und kein “Das könnten wir ja auch zu Hause kochen”. Einfach nur hingehen, genießen und einen schönen Abend miteinander verbringen. Da wir beide seit Jahren von einer Japanrundreise träumen, ist unsere Wahl auf ein kleines, japanisches Restaurant in der Max-Beer-Straße gefallen: das Shiori.

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DAS SHIORI

Das Shiori ist ein besonderes Restaurant. Es gibt nur eine Belegung pro Abend und die Anzahl von 10 Gästen habe ich als sehr angenehm empfunden. Man sitzt entlang eines Tresens und kann während des Abends dem Chef bei der Zubereiten der Speisen zuschauen. Wir haben 60 Euro gezahlt (wobei der Preis mittlerweile gestiegen ist) und haben dafür ein 8-Gänge-Menüs bekommen. So viel zu den Basis-Daten.

Ein Punkt, der mir besonders gut am Shiori gefallen hat, war die Freundlichkeit unserer Gastgeber. Aufmerksam, hilfsbereit und gleichzeitig wunderbar unaufdringlich. Ein perfekt eingespieltes Team, bei dem jeder Bewegungsablauf sitzt. Mein Highlight: wir sind nun im Besitz eines Onsen Tamago Rezepts, das der Koch uns freundlicherweise verraten hat!

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DAS ESSEN

Das Essen war so lecker, dass mich unglaubliches Fernweh ergriffen hat. Davor hatte ich nur vermutet, dass ich das Essen und Japan mögen würde, nach diesem Besuch weiß ich: ich würde es nicht nur mögen, ich würde es lieben! Ich habe selten so lecker und abwechslungsreich gegessen. Auch wenn 60 Euro zunächst viel erscheinen, nach dem Dinner fragt man sich, warum es nur so wenig kostet. Mir haben sogar Wasabi und Ingwer (beides Dinge, die ich absolut nicht mag) plötzlich geschmeckt, was daran liegen könnte, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben frisch geriebenen Wasabi gegessen habe.

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DIE ATMOSPHÄRE

Im Shiori herrscht eine unaufgeregt-entspannte Atmosphäre. Das liebevolle Design-Konzept sorgt dafür, dass man sich wohl fühlt, sobald man das Restaurant betritt. Ich habe mich außerdem ziemlich in das Geschirr verliebt: Ein Sammelsurium aus wunderschönem Porzellan, sorgsam auf Reisen zusammengestellt.

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DAS FAZIT

Es war ein perfekter Abend: köstlich, aromatisch, überraschend, vielfältig, geschmackvoll, süß, sauer, scharf… kurz: eine Geschmacksreise durch die japanische Küche.

Mehr Infos: http://www.shioriberlin.com/

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