Monthly Archives: Januar 2015

Dinner für 4 oder ein kulinarischer Ausflug nach England

Man soll ja immer auch etwas zurückgeben. Deswegen habe ich mir gedacht, wenn ich den zweiten Teil meiner Aufgabe erledige, kann ich doch gleich mal meine Eltern einladen. Und meinen Freund. Damit ich kompetente Unterstützung habe und bei meinem Vorhaben auch nichts schief geht. Also dann, es galt ein 3-Gänge-Menü zu bewältigen.

Kochbücher Collage

Zwei Kochbücher, die ich jedem von euch nur ans Herz legen kann

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Eine Frage des guten Geschmacks

Wer kennt das nicht: Man sitzt nach einem langen Arbeitstag in der Straßenbahn, schaut gelangweilt in die Gesichter der anderen Mitfahrer oder auf das Handy und plötzlich…meldet sich der Hunger! Und zwar von der Sorte, der Joan Collis in der bekannten Snickerswerbung zur Diva à la „Du bist nicht Du, wenn du hungrig bist“ werden lässt. Aber dann noch einkaufen, schnippeln UND kochen? An manchen Tagen undenkbar. In solchen Momenten ist der richtige Ansprechpartner (wenn noch die entsprechende Erfahrung fehlt) also Gold Wert, der euch – je nach Geschmack – zielsicher zum gewünschten Restaurant führt. Alternativ nehmt ihr einfach diese Liste für Rostock zur Hand. Du hast Hunger auf…

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Ein Keks zum Verlieben

In selbstgebackene Kekse fließt oft sehr viel Liebe mit ein. Dass man in einem Keks aber auch nach der tatsächlichen Liebe suchen kann, das war mir neu! Keks d’Amour nennt sich das ganze. Entdeckt habe ich den Keks als ich heute morgen, schlaftrunken und noch nicht ganz bei mir, auf meinen Kaffee im Uni-Café Pi gewartet habe. Auch wenn ich selbst nicht auf der Suche bin, fand ich die Idee mit dem Liebeskeks einfach bezaubernd und habe gleich einen für meine liebe Freundin S mitgenommen.

Keks d'Amour 1

Schön aussehen tut der Keks auf jeden Fall schon mal! Die kleinen Figuren zeigen jeweils an, wen die Person in diesem Keks sucht. In unserem Fall sucht also Junge Mädchen.

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Soul kitchen

Wer mich etwas besser kennt, weiß um meinen Hang, gern und oft Liebeserklärungen an Gott und die Welt zu machen: Ob an alle, die noch an die wahre Liebe glauben, an Schokolade oder ans Meer – in Liebesdingen bin ich wirklich ausgesprochen großzügig. Heute möchte ich meine Liebe einem meiner absoluten Lieblingsplätze aussprechen, dem Herzstück jeder Wohnung, der Ort, an dem Teller fliegen, Gläser klirren, große Liebesgeschichten nicht selten beginnen und so manches Geheimnis auf den Tisch kommt. Wir sprechen also von der Küche, ihr Lieben.

küchenliebe

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Glücklich im Gastón

Wenn das Wetter nicht so will wie du und auch der Rest nicht ganz rund läuft, musst du ins Gastón! Kaum hast du dich an einem der gemütlichen Tische niedergelassen, beginnt auch schon die Transformation deiner schlechten Laune. Das könnte daran liegen, dass a) deine Begleitung die tollste Person der Welt ist, b) du drauf und dran bist den besten Aperol Spritz überhaupt zu trinken oder c) dich absolut fantastische Tapas erwarten. Wahlweise auch eine Mischung aus allem.

Gaston Liebe

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Gibt es den Halloumi-Burger eigentlich auch vegan?

In den letzten zwei Jahren meines Nebenjobs als Kellnerin konnte ich etwas Seltsames beobachten: Cafés und Restaurants bewegen Etwas in den Menschen. Sie verändern sie. Aus eigentlich höflichen, liebenswerten und verständnisvollen Mitmenschen werden rachsüchtige, pingelige und von oben herabblickende Gäste. Und was bleibt dir als Kellnerin? „Guten Tag. Tut mir Leid. Auf wiedersehen. Ein schönes Wochenende.“ Aber: Ich habe es satt. Ich habe diese immer gleichen Floskeln so satt. Weiterlesen …

All you can eat

Ihr fühlt euch noch immer vollgestopft von Ente, Gans, Rotkohl und Käsefondue und seid froh, dass die Feiertage nun erst einmal geschafft sind und ihr Zeit habt, euren Appetit wiederzufinden? Oder aber ihr seid frisch motiviert in das neue Jahr gestartet und fest dazu entschlossen, die hartnäckigen Spuren der Feiertage hart in Fitnessstudios und Sporteinheiten wieder abzuarbeiten? Ganz gleich, in welcher Variante ihr euch auch wiederfindet, für alle gilt: Sollte sich der innere Schweinehund doch mal wieder anschleichen und nach zart schmelzenden Pralinen, nach Coffee & Cigarettes verlangen, dann greift nach unserer kleinen, repräsentativen Auswahl an Filmen, Büchern und Liedern, die zwar nicht den Magen füllen, aber dafür Gaumenfreuden für Herz und Seele rundum das Thema Essen & Trinken (manchmal auch nur metaphorisch) versprechen.

1. Chocolat: Man nehme die Schauspieler Juliette Binoche und Johnny Depp, rühre eine bezaubernde Liebesgeschichte unter, kombiniere das Ganze mit einer herzerwärmenden Hommage an die Freund – und Feindschaften innerhalb einer kleinen französischen Ortschaft und setze als Kirsche auf der Torte noch Schokolade derart gekonnt verführerisch in Szene, dass jeder Zuschauer danach sofort seine Arbeit kündigen, das Studium abbrechen und ein eigenes kleines Café im Herzen Frankreichs aufmachen möchte. Da sich derartige Gedankenspiele meistens vor allem in der Phantasie besonders gut anfühlen, sollte jeder Träumer die Gelegenheit nutzen und den Film ansehen, um sich danach ganz dem Kopfkino hingeben zu können. Selbstverständlich in angebrachter Gesellschaft von Schokolade in jeglicher Form.

2. Deep Blue Something – Breakfast at Tiffany’s: In vielen Fällen mag Liebe durch den Magen gehen, manchmal reicht aber auch ein Film, um eine Verbindung zwischen zwei Menschen zu erzeugen.

(Natürlich raten wir an dieser Stelle ebenso zu der gleichnamigen Lektüre von Truman Capote sowie zur Kinoadaption mit der umwerfenden Audrey  Hepburn als Holly Golightly.)

3. Zimt und Koriander: Ein Sprichwort besagt „Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Bissen“ – wen in diesen grauen Tagen also das Fernweh plagt, dem sei die griechische Komödie Zimt und Koriander aus dem Jahr 2005 empfohlen, die anhand der Lebensgeschichte des Hauptprotagonisten Fanis zeigt, inwiefern Kochen wichtige Lektionen für das eigene Leben geben kann. Sinnigerweise ist der Film dabei wie ein klassisches Menü aufgebaut (Vorspeise, Hauptgang, Nachspeise), das den Zuschauer satt und glücklich zurücklässt.

4. The Beatles – Honey Pie: Braucht es mehr Gründe als die Beatles selbst, eine kurzweilige Story über einen Liebhaber, der sich nach einem ehemaligen working girl sehnt, das mittlerweile zu einer Hollywood-Schauspielerin aufgestiegen ist und einem beschwingten Retrosound, der den Zuhörer zuckersüß umschmeichelt wie der Honig die Torte, um das Lied dreimal hintereinander zu hören?

5. Helen Fielding: Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück: Kaum eine Frau unter 40 wird dieses Buch – oder zumindest die Kinoadaption mit Renée Zellweger, Hugh Grant und Colin Firth kongenial verfilmt – wohl nicht kennen. Erzählt wird von Bridget, eine dreißigjährige Durchschnittsfrau, die von 8 Kilo weniger, einer beeindruckenden Karriere und dem Ende ihres Singledaseins träumt und dabei allerlei Hindernisse auf sich nimmt, um ihr Glück zu finden.

6. Coffee and Cigarettes: Sowohl Kaffee als auch Zigaretten haben in diesen gesundheitsbewussten Tagen, in denen vegan plötzlich als hip und Zucker als Inkarnation des Bösen gelten, einen schweren Stand in der Gesellschaft. Umgekehrt macht natürlich gerade Verbotenes besonders viel Spaß, wie auch dieser Episodenfilm von Jim Jarmusch aus dem Jahr 2003. Dabei treffen in elf Episoden (die früheste wurde übrigens 1986 gedreht) verschiedene Personen aufeinander, die bei Kaffee und Zigaretten eine Reihe von skurillen Gesprächen führen.

7. Suzanne Vega – Tom’s Diner: Ein musikalisches Denkmal für alle, die an verregneten Tagen ihre Zeit in Cafés (hier: Tom’s Diner) damit verbringen Kaffee zu trinken, Zeitung zu lesen, andere Personen zu beobachten und den eigenen Gedanken nachzuhängen.

8. Amateurkochfotos: Einen Foodblog der besonderen Art und eine nette Abwechslung zu all den perfekt inszenierten Lifestyle-Foodblogs erwartet alle Neugierige, denen schlecht fotografierte Mahlzeiten nicht auf den Magen schlagen, sondern die Lachmuskeln anregen. Besonders komisch: Die Beschreibungen unter jedem Bild.

foodblog

9. Katharina Hagena: Der Geschmack von Apfelkernen: Wer verbindet nicht mit seiner Kindheit

© Kiwi Verlag

© Kiwi Verlag

bestimmte Gerüche, gewisse Gerichte, die einen noch Jahre später unmittelbar wieder in die Vergangenheit versetzen können? In dem Bestseller von Katharina Hagena duftet es nach Johannisbeeren und Äpfeln, als die Hauptprotagonistin Iris – eine junge Bibliothekarin aus Freiburg – das Erbe ihrer an Alzheimer verstorbenen Großmutter antritt. Dabei handelt es sich um ein Haus in Norddeutschland, dass die Großmutter biszuletzt noch in – und auswenig kannte: „Und wenn man sie obduziert hätte, dann hätte man bestimmt anhand der Windungen ihres Gehirns oder des Adergeflechts ihres Blutkreislaufs einen Wegeplan durchs Haus erstellen können. Und die Küche war das Herz.“ Ein Roman über das Erinnern, die Kindheit und die Geheimnisse einer ganzen Familie.

10. Tucker Shaw: Cyril oder Wie schmeckt die Liebe?: Der Beweis, dass Jugendliteratur nicht zwangsläufig nur für Menschen zwischen 13-17 gedacht ist, liefert der Autor mit dieser Geschichte um Cyril, einem schüchternen 105 – Kg schweren Teenie, der sein Herz an seine beste Freundin Rose verloren hat, die sich jedoch von seinem besten Freund (der noch dazu wie ein Model aussieht) umgarnen lässt. Und das noch dazu mit seiner Hilfe: Denn Cyril kocht für sein Leben gern, nur weiß leider niemand davon… Nette Idee: Nach jedem Kapitel folgt das Rezept zum zuvor gekochten Essen, wodurch es jedem Leser selbst überlassen ist, den Geschmack von Liebe herauszufinden: Süß wie Küchentischkekske oder eher kräfig wie Mitternachts-Rühreier mit Speck?

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© Arena Verlag

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